Spiegelreflex oder Systemkamera? Welche Kamera brauchst du wirklich um deine Familienmomente festzuhalten?

Kinderfotos selber machen

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen einer Spiegelreflexkamera und einer Bridgekamera? Kann ich auch mit meiner Kompaktkamera schöne Kinderfotos machen? Ist teurer immer besser? Auf was muss ich beim Kauf einer Kamera überhaupt achten?

In diesem Artikel erfährst du, was der Unterschied zwischen all den verschiedenen Kameratypen auf dem Markt ist. Das kann ja schon mal überfordern, wenn du so im Fachhandel stehst und all diese ganzen Modelle vor dir liegen siehst, oder?

Welche Kamera kann was?

Ich stell dir jetzt die gebräuchlichsten Bezeichnungen vor. Teilweise überschneiden die sich auch in Funktion und Technik.

Kompaktkameras

Mit Kompaktkameras starten viele das Fotografiehobby. Sie haben ein fest verbautes Objektiv, meistens ein Zoomobjektiv. Dadurch sind sie relativ klein und leicht und eignen sich zum Beispiel gut für längere Reisen oder als täglicher Begleiter, um mal eben spontan ein Foto zu schießen. Allerdings sind sie nicht sonderlich lichtstark und durch das Zoomobjektiv lässt sich auch die Blende meist nur bis 3.5 öffnen – tschüssi schön verschwommener Hintergrund!

Was die Blendenöffnung mit dem Hintergrund zu tun hat und was du noch beachten musst, damit er so schön verschwimmt, erfährst du in meinem Kinderfoto-Schnupperkurs „Verschwommener Hintergrund“. Hier gibt es mehr Infos: 

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Bridgekameras

Bridgekameras sind die Brücke zwischen Kompakt- und Systemkameras. Sie haben auch ein eingebautes Objektiv, meistens mit sehr hohem Zoombereich und damit einer großen Brennweitenspanne. Sie sind preiswerter als Systemkameras und haben auch zahlreiche manuelle Einstellungsmöglichkeiten. 

Der Bildsensor hat meistens ein relativ kleines Format, noch kleiner als Four-Thirds-Sensoren, die einen Cropfaktor von 2 haben. Der Cropfaktor wirkt sich auf deinen Bildausschnitt aus. Was der Bildausschnitt ist und welchen Einfluss dein Objektiv darauf hat, kannst du hier nachlesen:

Systemkameras

Systemkameras bestehen aus einem Gehäuse (oft auch Body genannt) und Objektiven, die man wechseln kann. Es ist also ein System aus verschiedenen Teilen. Meistens ist beim Kauf ein (Zoom-)Objektiv dabei (das nennt man auch Kitobjektiv). 

Ich empfehle immer, nur das Gehäuse zu kaufen und dann die Objektive extra. 

Festbrennweitenobjektive rocken nämlich viel mehr! Warum? Kannst du hier nachlesen:

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Systemkameras gibt es in wahnsinnig vielen Ausführungen und in jeder Preisklasse. Es gibt tolle Einsteigermodelle und richtig teure Profiteile. 

Was die Profimodelle dann mehr können? Oft sind sie einfach nochmal besser verarbeitet und halten dadurch länger. Sie haben einen Vollformatsensor (dazu komm ich später noch), oft noch einen zweiten Speicherkartenslot und oben noch ein zusätzliches Display. Die ganz teuren Kameramodelle brauchst du aber für den täglichen Gebrauch nicht. Darüber könntest du nachdenken, wenn du die Fotografie gern beruflich machen möchtest (viele meiner Bilderbuchmamas starten da gerade voll durch, so mega cool!).

Bei den Systemkameras gibt es die mit und die ohne Spiegel (nicht wirklich korrekt, werden die spiegellosen Modelle häufig einfach nur Systemkamera genannt).

Den Unterschied schauen wir uns jetzt mal an.


Spiegelreflexkameras (DSLR – digital single lens reflex) und Spiegellose Kameras (DSLM - digital single lens mirrorless )

Ich fass die beiden hier mal zusammen, um den Unterschied zu erklären. Der besteht darin (wer hätte es gedacht, der Name sagt es ja schon), dass die einen einen Spiegel zwischen Objektiv und Sensor verbaut haben und die anderen eben nicht. 

Das hat keinen Einfluss darauf, was aufgenommen wird, sondern darauf, was du vor der Aufnahme siehst. 

Der Spiegel leitet das Licht, das durch das Objektiv kommt, weiter zum Sucher. Dadurch siehst du im Sucher genau das, was auch die Kamera sieht. 

Bei den Kameras ohne Spiegel fällt das Licht direkt auf den Sensor und das Bild wird auf einem Display wiedergegeben und zwar so, wie du die Einstellungen vorgenommen hast und wie das Bild auch später am PC aussehen wird. 

Der fehlende Spiegel hat noch einen tollen Vorteil: Dadurch kannst du lautlos fotografieren – gerade bei schlafenden Babys oder auch Hochzeiten super!

Eine spiegellose Kamera hat einen elektronischen Sucher, eine Spiegelreflexkamera einen optischen. Der Elektronische bietet mehr Unterstützung, hat aber auch einen höheren Strombedarf, wahrscheinlich wirst du bei einer spiegellosen Kamera Ersatzakkus brauchen. Durch den fehlenden Spiegel sind die Kameras etwas kleiner und leichter. 

Die spiegellosen Kameras schaffen wahnsinnig hohe Verschlusszeiten bei offener Blende. Auch bei der Serienbildrate gewinnen die spiegellosen Modelle, da nicht vor jedem Schuss der Spiegel hochgeklappt werden muss. 

Von den Gehäusepreisen geben sich die beiden nicht viel. 

Für Spiegelreflexkameras ist die Objektivauswahl allerdings sehr viel größer und die sind etwas günstiger. Das solltest du vor dem Kauf also unbedingt checken: Welche Objektive und vor allem zu welchem Preis für deine Kamera erhältlich sind.

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Vollformatkameras

Vollformatkameras sind im Profisegment zu finden, das heißt, sie sind teuer. Da landest du schnell bei 2000 Euro aufwärts. 

Was ist denn jetzt dieses Vollformat und wieso sind die Kameras so besonders? 

Erstmal sind Vollformatsensoren größer als die von APS-C- oder Four-Thirds-Sensoren. Man bezeichnet damit das „volle Kleinbildformat“ von 24×36 mm, das in der Analogfotografie Standard war. 

Mit einem Vollformatsensor kannst du mit viel höheren ISO-Werten fotografieren, ohne dass deine Bilder anfangen zu rauschen. Sie sind wesentlich lichtstärker. Durch die hohe Auflösung ist ein späteres Zuschneiden ohne wirklichen Qualitätsverlust möglich. Sie haben bessere Fokusmöglichkeiten und bieten eine höhere Dynamik.

Klingt jetzt alles mega cool, aber: die meisten Punkte werden wir mit bloßem Auge gar nicht erkennen können. 

Viel wichtiger als die Kamera, die du hast, ist dein Fotografiewissen!

Um so richtig schöne Fotos von deinen Kindern machen zu können, musst du wissen, wie du deine Kamera korrekt einstellst.

In meinem „Online Fotokurs für deine Bilderbuchfamilie“ zeige ich dir, wie du mit jeder Kamera mega Fotos von deinen Kindern fürs Familienalbum sammelst. Hier gibt’s alle Infos:

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