35mm oder 50mm Festbrennweite

Dein Objektiv und die Brennweite

Dein Objektiv hat mehrere Funktionen.

Hier schauen wir uns mal an, was die BRENNWEITE deines Objektivs bedeutet.

Die Brennweite sagt aus, wie groß dein Bildausschnitt ist. Die Brennweite wird in Milimeter (mm) angegeben. Hier auf dem Foto siehst du mein Canon 50 mm Festbrennweitenobjektiv.

Was ist der Unterschied zwischen einem 35 mm Objektiv und einem 50 mm Objektiv?

Bei einer 35 mm Brennweite ist dein Bildausschnitt größer, als bei einem 50 mm Objektiv.

Du bekommst mehr „Raum“ auf deinem Foto. Damit du es dir besser vorstellen kannst, habe ich mal ganz grob die unterschiedlichen Bildausschnitte eingezeichnet:

Brennweiten - Kinderfotos

Dieses Foto dient nur der Veranschaulichung und entspricht nicht den tatsächlichen Brennweiten. Alles pi mal Daumen.

Nehmen wir das Foto mit einer 35 mm Brennweite auf, sehen wir noch viel von der Umgebung.

Wir können viel vom Wasser sehen und auch das Haus im Hintergrund ist noch mit drauf.

Bei dem 50 mm Objektiv ist der Bildausschnitt schon enger. Bei der 85 mm Brennweite ist kaum noch etwas von der Umgebung zu sehen.

Kinderfotos selber machen

3 Vorteile einer 35mm Festbrennweite

1. Du kannst gut in engen Räumen fotografieren, auch wenn du nah an deinem Kind dran bist.

2. Was zu viel auf deinem Bild ist, schneidest du weg. Andersrum ist schwieriger.

3. Du kannst gut aus der Vogelperspektive fotografieren. Bei langen Brennweiten wird es schwierig, wenn du nicht gerade eineLeiter dabei hast. (Je länger die Brennweite, desto weiter muss du von deinem Motiv entfernt sein.

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3 Vorteile einer 50 mm Brennweite

1. Das 50 mm Objektiv eignet sich besonders gut für Außenaufnahmen. Du kannst dein Kind beim Spielen ungestörter fotografieren, da du nicht ganz nah dran sein musst.

2. Ein verschwommener Hintergrund klappt mit einer 50 mm Brennweite besser als mit einer 35 mm. Du kannst damit wunderschöne Lichtpunkte zaubern.

3. Für die meisten von uns bildet ein 50 mm Objektiv die Welt so ab, wie wir sie mit unseren Augen sehen.

Kinderfotos selber machen

Nun noch ein ganz wichtiger Punkt:

Welche Kamera hast du?
Meine erste Kamera war die Canon 80d. Das ist keine Vollformatkamera und für die Wahl des Objektives sehr wichtig! Ich gehe mal davon aus, dass auch du keine Vollformatkamera hast, denn diese sind sehr teuer und gehören in die Profiklasse.

Beachte den Cropfaktor

Wir müssen also bei der Wahl des Objektives den Cropfaktor berechnen. (Technische Details erspare ich uns an dieser Stelle). Wichtig zu wissen ist, dass wir die Brennweite der Objektive mal 1,6 nehmen müssen. Das ergibt dann die tatsächliche Brennweite und den tatsächlichen Bildausschnitt beim Fotografieren.

Was bedeutet das nun konkret?

Das bedeutet für dich, dass aus einer 35mm Festbrennweite eine Brennweite von 56 mm wird. (35 * 1,6 = 56 mm) Aus einer 50mm Festbrennweite wird eine 80 mm Brennweite (50 * 1,6 = 80mm)
Wenn du eine tatsächliche Brennweite von 35mm haben möchtest, musst du umgekehrt rechnen (35 / 1,6) = 22mm. Du müsstest du also ein Objektiv mit einer Brennweite von ca. 22mm kaufen, um auf eine tatsächliche Brennweite von 35mm zu kommen.


Meine Empfehlung:

Ich empfehle dir, aus eigener Erfahrung, ganz klar zu einer 35mm Brennweite.

Warum?

Weil es mir wichtig ist, meine Kinder in jeglichen Situationen fotografieren zu können. Und weil wir in keinem Palast wohnen, die Kinderzimmer keine 50 qm haben, komme ich mit dem 50mm oft an meine Grenzen. Ich klettere schon auf die Fensterbank, um möglichst weit weg zu sein, aber der Bildausschnitt ist einfach zu eng. Deshalb für Innenaufnahmen ganz klar das 35mm Objektiv.


Dennoch LIEBE ich auch meine 50mm Festbrennweite. Sobald ich das Haus verlasse, habe ich das 50mm drauf. Denn wie schon gesagt, kann ich damit meine Kinder besser freistellen und erzeuge ein schöneres Bokeh.

Also: Am besten beide kaufen – wenn das Budget dies nicht hergibt, kaufe dir als erstes die 35mm Festbrennweite. Und danach das 50mm.

Bist du auf der Suche nach einer neuen Kamera? 

Hier gehts zum Artikel: „Die besten Kameras für Eltern

Bist du bereit, Kinderfotos zu machen von denen du Herzklopfen bekommst?

Du kennst nun einen wichtigen Faktor, um einen verschwommenen Hintergrund zu erzeugen, nämlich die Brennweite deines Objektivs.

Eine 50 mm Brennweite eignet sich hierfür besser als eine 35 mm Brennweite.

Es gibt noch 4 weitere Dinge, auf die du achten musst, um einen verschwommenen Hintergrund zu zaubern. 

Wenn du diese insgesamt 5 Dinge beachtest, dann ist es sehr einfach.

In 5 kurzen Videos erkläre ich dir die Zusammenhänge.

Wenn du anschließend das Gelernte auf deine Fotos anwendest, verwandelst du deine Fotos ruck zuck in richtig tolle Fotos. 

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